Östrogenmangel-Symptome: woran du sie erkennst und was dahintersteckt

Zuletzt Aktualisiert: 24.06.2026

Kurzantwort: Typische Östrogenmangel-Symptome sind Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafprobleme, trockene Schleimhäute und Stimmungsschwankungen. Häufigste Ursache ist der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren. Rund drei von vier Frauen erleben Hitzewallungen, im Schnitt über 7,4 Jahre (SWAN-Studie, JAMA Intern Med 2015). Gemessen wird Östrogen über den Wert Östradiol (E2) im Blut.

Schlecht geschlafen, gereizt, dazu plötzlich diese Hitze, die von innen kommt. Viele Frauen ordnen solche Phasen erst spät dem Hormonhaushalt zu, weil die Anzeichen so unspezifisch wirken. Östrogen ist nicht ein einzelnes Hormon, sondern eine Gruppe, und das wirksamste davon ist Östradiol (E2). Fällt sein Spiegel, geraten viele Prozesse zugleich ins Wanken: Temperaturregulation, Schlaf, Stimmung, Schleimhäute, Knochen. Deshalb sind Östrogenmangel-Symptome so breit gefächert und sehen je nach Frau ganz unterschiedlich aus.

Dieser Artikel ordnet die Anzeichen ein, statt Panik zu machen. Du erfährst, welche Östrogenmangel-Symptome typisch sind, wann hinter ihnen die Wechseljahre stecken und wann etwas anderes, warum ein einzelner Blutwert in dieser Lebensphase trügen kann und wie du mit Östradiol über das Blut Klarheit bekommst. Alles mit Zahlen, Quellen und einer ehrlichen Einordnung dessen, was eine Messung leisten kann und was nicht.

Was sind die häufigsten Östrogenmangel-Symptome?

Die häufigsten Östrogenmangel-Symptome sind Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen, trockene Scheiden- und Harnwegsschleimhäute, Stimmungsschwankungen und nachlassende Konzentration. Hinzu kommen unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutungen sowie längerfristig ein beschleunigter Knochenabbau. Östradiol wirkt auf Gehirn, Gefäße, Knochen und Schleimhäute, deshalb betrifft ein Mangel selten nur ein einzelnes System.

Die folgende Tabelle ordnet die typischen Anzeichen nach Körperbereich. Wichtig beim Lesen: Jedes dieser Symptome kann auf einen Östrogenmangel hinweisen, beweist ihn aber nicht. Erst das Muster aus mehreren Zeichen, dem Alter, dem Zyklusverlauf und einem gemessenen Wert ergibt ein klareres Bild.

Körperbereich

Mögliche Anzeichen (kann auf einen Östrogenmangel hinweisen)

Temperatur und Kreislauf

Hitzewallungen, plötzliches Schwitzen, nächtliche Schweißausbrüche, Herzklopfen

Schlaf und Psyche

Ein- und Durchschlafstörungen, innere Unruhe, Reizbarkeit, gedrückte Stimmung

Kopf und Konzentration

Konzentrationsprobleme, Wortfindungsstörungen, das Gefühl von Nebel im Kopf

Scheide und Harnwege

Trockenheit, Brennen, Schmerzen beim Sex, häufiger Harndrang, wiederkehrende Blasenentzündungen

Zyklus

unregelmäßige, seltenere oder ausbleibende Regelblutungen

Haut, Haare, Knochen

trockenere Haut, dünner werdendes Haar, Gelenkbeschwerden, langfristig sinkende Knochendichte

Hitzewallungen und Schweißausbrüche

Hitzewallungen sind das bekannteste der Östrogenmangel-Symptome und für viele das belastendste. Sinkendes Östradiol verschiebt die Temperaturregulation im Gehirn, das Wärmefenster wird enger, und schon kleine Reize lösen eine Hitzewelle mit Schweiß und Herzklopfen aus. Sie sind lästig und dazu erstaunlich hartnäckig: In der großen US-Langzeitstudie SWAN dauerten die Beschwerden im Mittel 7,4 Jahre und hielten nach der letzten Regelblutung noch rund 4,5 Jahre an (Avis et al., JAMA Intern Med 2015). Nachts zeigen sie sich als Schweißausbrüche, die den Schlaf zerstückeln.

Trockene Schleimhäute an Scheide und Harnwegen

Östrogen hält die Schleimhäute von Scheide, Harnröhre und Blase feucht und elastisch. Fehlt es, werden sie dünner und empfindlicher. Mediziner fassen die Beschwerden seit 2014 unter dem Begriff genitourinäres Syndrom der Menopause zusammen, dazu zählen Trockenheit, Brennen, Schmerzen beim Sex, Harndrang und wiederkehrende Blasenentzündungen (Portman und Gass, Menopause 2014). Anders als Hitzewallungen verschwinden diese Östrogenmangel-Symptome nicht von selbst, sondern nehmen mit der Zeit eher zu. Gerade darüber sprechen viele Frauen ungern, obwohl es gut behandelbar ist.

Schlaf, Stimmung und Konzentration

Weniger eindeutig, aber sehr häufig sind die psychischen und kognitiven Anzeichen. Schlechter Schlaf, Reizbarkeit, gedrückte Stimmung und das berühmte Gefühl von Nebel im Kopf werden mit dem Östrogenabfall in Verbindung gebracht. Hier ist die Deutung knifflig, denn schlechter Schlaf durch nächtliche Schweißausbrüche schlägt am nächsten Tag auf Stimmung und Konzentration. Ursache und Folge greifen ineinander. Ein Teil der kognitiven Beschwerden ist also indirekt und bessert sich, sobald der Schlaf wieder ruhiger wird.

Wie verändert sich der Östrogenspiegel im Lauf des Lebens?

Der Östrogenspiegel ist keine feste Größe, sondern verändert sich über Zyklus und Lebensphasen hinweg stark. In den fruchtbaren Jahren steigt und fällt Östradiol im Monatsrhythmus, mit einem Gipfel um den Eisprung. In der Perimenopause schwankt es zunächst unberechenbar, bevor es nach der Menopause dauerhaft niedrig bleibt. Diese Dynamik ist der Grund, warum sich Östrogenmangel-Symptome oft schleichend und in Wellen zeigen.

Die folgende Tabelle gibt Orientierungswerte für Östradiol (E2). Die Spannen sind bewusst breit, weil der Wert bei Frauen so stark vom Zyklustag abhängt. Eine einzelne Zahl bekommt erst mit der passenden Lebens- und Zyklusphase eine Bedeutung.

Lebens- oder Zyklusphase

Orientierungsbereich Östradiol (E2)

Frau, frühe Follikelphase (Tag 3 bis 5)

ca. 20 bis 90 pg/mL

Frau, um den Eisprung

ca. 130 bis 400 pg/mL

Frau, zweite Zyklushälfte (Lutealphase)

ca. 50 bis 230 pg/mL

Frau, nach der Menopause

meist unter 30 pg/mL, oft unter 10 pg/mL

Mann, erwachsen

ca. 10 bis 40 pg/mL

⚕️ Hinweis: Die angegebenen Referenzbereiche dienen der Orientierung und können je nach Labor und Methode abweichen. Sie ersetzen keine ärztliche Bewertung. Manche Labore geben Östradiol in pmol/L an, der Umrechnungsfaktor beträgt etwa 3,67.

An der Tabelle wird ein Punkt sofort sichtbar: Bei einer Frau im fruchtbaren Alter sagt ein Östradiol-Wert von 40 pg/mL etwas völlig anderes aus als bei einer Frau zwei Jahre nach der letzten Regel. Deshalb verlangt die Einordnung immer den Kontext, und deshalb gehört sie in ärztliche Hände. Mehr zum Wert selbst, zu Methodik und Faktoren findest du auf der Seite zu Östradiol (E2) im Hormon-Cluster.

Welche Ursachen stecken hinter einem Östrogenmangel?

Hinter einem Östrogenmangel steckt am häufigsten der natürliche Hormonabfall der Wechseljahre, seltener eine vorzeitige Erschöpfung der Eierstöcke, eine gestörte Steuerung im Gehirn oder eine medizinische Behandlung. Die Eierstöcke sind die wichtigste Östradiol-Quelle der Frau, kleinere Mengen entstehen in Nebennieren und Fettgewebe. Fällt die Produktion in den Eierstöcken, sinkt der Spiegel, und die typischen Östrogenmangel-Symptome treten hervor.

Wechseljahre: die häufigste Ursache

Mit Ende 40, manchmal früher, lässt die Eierstockfunktion nach. In Deutschland liegt das mittlere Alter bei der letzten Regelblutung bei etwa 51 Jahren. Davor liegt die Perimenopause, eine Übergangsphase von oft mehreren Jahren, in der die Hormonproduktion ins Stocken gerät. Genau hier setzen die meisten Östrogenmangel-Symptome ein, lange bevor die Periode endgültig ausbleibt. Das ist keine Krankheit, sondern ein biologischer Übergang, dessen Beschwerden sich aber gut einordnen und lindern lassen.

Wenn die Eierstöcke früh nachlassen

Bei etwa einer von hundert Frauen versiegt die Eierstockfunktion schon vor dem 40. Lebensjahr, Fachleute sprechen von vorzeitiger Ovarialinsuffizienz. Die Anzeichen ähneln denen der späteren Wechseljahre, treffen die Betroffenen aber unerwartet früh. Das ist mehr als ein Komfortthema: Ein langer Östrogenmangel in jungen Jahren erhöht das Risiko für Knochenschwund und Herz-Kreislauf-Probleme. Wer mit Mitte 30 ohne erkennbaren Grund typische Beschwerden und unregelmäßige Zyklen bemerkt, sollte das ärztlich abklären lassen.

Medikamente und Behandlungen

Auch von außen kann der Östrogenspiegel sinken. Operationen, bei denen beide Eierstöcke entfernt werden, beenden die Produktion abrupt. Chemotherapie und Bestrahlung im Beckenbereich können die Eierstöcke schädigen. Bestimmte Medikamente, etwa Aromatasehemmer in der Brustkrebsbehandlung oder Wirkstoffe, die die Hormonsteuerung herunterfahren, senken Östradiol gezielt. In diesen Fällen sind die Östrogenmangel-Symptome eine bekannte Begleiterscheinung der Therapie und werden ärztlich mitbetreut.

Östrogenmangel bei jungen Frauen: wenn es nicht die Wechseljahre sind

Nicht jeder Östrogenmangel hat mit dem Alter zu tun. Bei jungen, sportlichen oder stark gestressten Frauen kann die Steuerzentrale im Gehirn die Eierstöcke herunterregeln, obwohl diese gesund sind. Mediziner nennen das funktionelle hypothalamische Amenorrhoe. Sie entsteht typischerweise durch zu wenig Energie, zu viel Training oder anhaltenden Stress, oft in Kombination (Gordon et al., J Clin Endocrinol Metab 2017). Der Körper fährt die Fortpflanzung herunter, wenn er die Lage als Mangel deutet.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Frau Mitte 20 trainiert ambitioniert für einen Halbmarathon, isst dabei zu wenig, und nach einigen Monaten bleibt die Periode aus. Das ist kein Zeichen guter Form, sondern ein Warnsignal. Der niedrige Östrogenspiegel greift auf Dauer die Knochen an und kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, beides nennt die Endocrine Society als zentrale Komplikationen. Die gute Nachricht: Diese Form ist oft umkehrbar, wenn Energiezufuhr, Trainingsumfang und Stress wieder ins Lot kommen.

Für junge Frauen heißt das: Bleiben die Regelblutungen mehrere Monate aus oder treten Östrogenmangel-Symptome ohne ersichtlichen Grund auf, ist das kein Fall zum Abwarten. Hier lohnt der ärztliche Blick auf mehrere Hormone gleichzeitig, denn ein einzelner Östradiol-Wert allein klärt die Ursache nicht. Wer seine Werte im Sinn behalten will, findet bei den Frauen-spezifischen Markern einen ersten Anhaltspunkt, etwa beim Thema freies Testosteron bei Frauen, das in solchen Phasen oft mit absinkt.

Warum kann ein einzelner Östradiol-Wert täuschen?

Ein einzelner Östradiol-Wert kann täuschen, weil der Östrogenspiegel gerade in der Perimenopause nicht gleichmäßig sinkt, sondern stark schwankt. Statt einer sauberen Abwärtskurve zeigen sich unberechenbare Ausschläge nach oben und unten, teils von Tag zu Tag (Santoro, J Womens Health 2016). Ein an einem guten Tag gemessener Wert kann deshalb normal aussehen, obwohl die Beschwerden eindeutig für einen schwankenden Hormonhaushalt sprechen.

Diese Schwankungen sind keine Messfehler, sondern Teil des Übergangs. Im Stages-of-Reproductive-Aging-Modell, dem internationalen Standard zur Einteilung der Wechseljahre, ist die frühe Übergangsphase genau durch zunehmende Unregelmäßigkeit definiert: schwankende Zykluslängen und ein steigendes, mal hohes, mal niedriges FSH (Harlow et al., Menopause 2012). Östradiol macht diese Achterbahn mit. Eine Momentaufnahme erwischt mal den Gipfel, mal das Tal.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Falle: Misst eine Frau in der frühen Perimenopause an einem Tag mit hohem Ausschlag, kann ihr Östradiol bei 120 pg/mL liegen, klar im Bereich einer jungen Frau. Vier Wochen später, in einem Tal, sind es vielleicht 25 pg/mL. Beide Zahlen sind echt, beide für sich genommen irreführend. Nur die Reihe der Werte zeigt, dass der Spiegel insgesamt absinkt und stärker schwankt als früher.

Daraus folgt die wichtigste, aber am seltensten genannte Erkenntnis zum Thema: Aussagekräftig wird Östradiol erst im Verlauf. Wer den Wert über mehrere Monate mehrmals misst, immer zur gleichen Zyklusphase, sieht einen Trend statt einer Zufallszahl und erkennt, ob der Spiegel tatsächlich in den Keller geht. Bei unseren Nutzern zeigt sich dieser Verlauf am klarsten, wenn Östradiol nicht isoliert, sondern gemeinsam mit den anderen Hormonen betrachtet wird. Genau dafür misst Damoi im Hormon-Panel quartalsweise statt nur einmal eine isolierte Zahl.

Wie wird ein Östrogenmangel im Blut festgestellt?

Ein Östrogenmangel wird im Blut über Östradiol (E2) bestimmt, das wirksamste der Östrogene. Bei Frauen vor der Menopause ist der Wert nur dann sinnvoll deutbar, wenn der Zyklustag mitgemessen wird, nach der Menopause ist ein dauerhaft niedriger Spiegel der Normalfall. Östradiol allein stellt aber keine Diagnose, das ärztliche Bild aus Alter, Beschwerden und meist weiteren Hormonen wie FSH gehört dazu.

Das ist die ehrliche Grenze einer Messung. Eine Zahl im Befund sagt dir, wo du gerade stehst, sie ersetzt nicht das Gespräch über Beschwerden und Lebensphase. Damoi misst den Östradiol-Wert präzise und macht ihn über die Zeit sichtbar, die Einordnung und eine mögliche Diagnose bleiben bei deiner Ärztin oder deinem Arzt. Genau diese Aufgabenteilung, Zahlen messen statt Diagnosen stellen, ist der Kern des Ansatzes.

Östradiol richtig messen: Tageszeit und Zyklustag

Damit zwei Messungen vergleichbar sind, müssen die Bedingungen stimmen. Bei Frauen mit Zyklus ist der Zyklustag entscheidend: Eine gängige Wahl ist Tag 3 bis 5 nach Beginn der Regel, weil der Wert dann am ruhigsten ist. Wer den Verlauf beobachtet, sollte immer dieselbe Phase wählen, sonst vergleicht er Gipfel mit Tal. Die Probe wird morgens genommen. Bei Männern und nach der Menopause schwankt Östradiol weniger, hier ist der Zeitpunkt unkritischer. Dieses Detail klingt kleinlich, entscheidet aber darüber, ob ein Trend echt ist oder nur eine normale Zyklusschwankung.

Kapillarblut von zuhause oder Venenblut?

Beide Wege messen dasselbe Östradiol im Blut. Beim klassischen Weg nimmt eine Praxis Venenblut ab, beim At-Home-Test gewinnst du mit einem kleinen Aufsatz am Oberarm wenige Tropfen Kapillarblut, nadelfrei und ohne Termin. Für die Verlaufsbeobachtung ist der Heimtest praktisch, weil du ohne Wartezimmer regelmäßig zur gleichen Zyklusphase messen kannst. Wichtig ist ein akkreditiertes Labor mit klaren Versandvorgaben, damit die Probe sauber verarbeitet wird. Wie so ein Test ohne Termin abläuft, beschreibt der komplette Guide zum Bluttest für zuhause.

Welche Werte gehören neben Östradiol dazu?

Weil Östrogenmangel-Symptome so unspezifisch sind und sich mit anderen Hormonlücken überschneiden, ergibt eine Einzelmessung selten Sinn. Aussagekräftiger ist ein kleines Set verwandter Werte, das die häufigsten Verwechslungen mit abdeckt. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Marker neben Östradiol bei welchem Beschwerdebild zusätzlich hilft.

Beschwerde oder Frage

Passt zu Östrogenmangel, aber auch zu

Sinnvolle zusätzliche Marker

Müdigkeit, gedrückte Stimmung

Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel

TSHFerritinVitamin D

Nachlassende Libido, wenig Energie

niedriges Testosteron, das auch bei Frauen mit dem Alter sinkt

Gesamt-Testosteronfreies Testosteron

Verfügbarkeit der Sexualhormone einordnen

verändertem Bindungsprotein, das Östradiol und Testosteron bindet

SHBG

Allgemeine Hormon-Reserve mit dem Alter

sinkender Nebennieren-Vorstufe

DHEA-S

Ein konkretes Beispiel macht das greifbar: In der Perimenopause werden manche Blutungen stärker und länger. Über Monate kann das die Eisenspeicher leeren, und die Folge, anhaltende Müdigkeit, wird leicht allein dem Östrogenmangel zugeschrieben. Erst ein Blick auf Ferritin trennt die beiden Ursachen. Wer dem Thema Erschöpfung weiter nachgehen will, findet im Beitrag immer müde, welche Blutwerte du testen solltest die passenden Marker. Einen Überblick über alle Werte, die für Frauen in dieser Lebensphase zählen, gibt der Artikel welche Blutwerte Frauen über 40 testen sollten.

So misst Damoi Östradiol

Damoi misst Östradiol (E2) nadelfrei von zuhause und zeigt deinen Wert quartalsweise gemeinsam mit Testosteron, SHBG und DHEA-S im Hormon-Panel. So siehst du statt einer Zufallszahl einen echten Trend über die Zeit, der bei schwankenden Werten mehr verrät als jede Einzelmessung.

Östradiol bei Damoi testen →

Alle sieben Marker dieses Panels findest du gebündelt im Hub Hormone, und wie das Panel als Produkt aussieht, zeigt der Hormontest. Einen Überblick über alle Cluster gibt die Seite was wir testen.

Was kannst du bei Östrogenmangel-Symptomen tun?

Bei Östrogenmangel-Symptomen lohnt zuerst die Klärung der Ursache, danach folgt die passende Maßnahme. Reicht von Lebensstil über pflanzliche Ansätze bis zur ärztlich begleiteten Hormonersatztherapie. Was sinnvoll ist, hängt von Alter, Beschwerdebild, Risikoprofil und persönlichen Vorlieben ab, eine pauschale Empfehlung gibt es nicht.

Lebensstil und Ernährung

Einiges lässt sich ohne Rezept verbessern. Regelmäßige Bewegung, vor allem Kraft- und Ausdauertraining, stützt Knochen, Stimmung und Schlaf. Eine eiweißreiche, ballaststoffbetonte Ernährung mit ausreichend Calcium und Vitamin D ist gerade für den Knochenschutz wichtig. Pflanzliche Lebensmittel mit Phytoöstrogenen, etwa Hülsenfrüchte und Leinsamen, werden oft genannt, ihr Effekt auf die Beschwerden ist aber moderat und individuell verschieden. Weniger Alkohol und ein bewusster Umgang mit Stress können die Schlafqualität spürbar heben, was wiederum viele der diffusen Östrogenmangel-Symptome entlastet. Auch ein kühles Schlafzimmer, atmungsaktive Kleidung in Schichten und das Meiden von scharfem Essen oder Koffein am Abend können die Häufigkeit von Hitzewallungen für manche Frauen senken, ganz ohne Medikamente.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Spätestens wenn die Beschwerden den Alltag beeinträchtigen, gehört die Lage in fachärztliche Hände. Für viele Frauen ist eine Hormonersatztherapie eine wirksame Option gegen Hitzewallungen und zum Schutz der Knochen, ihr Nutzen und ihre Risiken müssen aber individuell abgewogen werden, so die S3-Leitlinie der deutschen Fachgesellschaften (DGGG, AWMF 2020). Auch ausbleibende Blutungen vor dem 40. Lebensjahr, sehr starke Blutungen oder ungewöhnlich frühe Beschwerden gehören abgeklärt. Ein gemessener Verlauf deines Östradiol-Werts ist dabei eine gute Gesprächsgrundlage, ersetzt das ärztliche Urteil aber nicht.

Häufige Fragen zu Östrogenmangel-Symptomen

Was sind die ersten Anzeichen eines Östrogenmangels?

Frühe Östrogenmangel-Symptome sind oft unregelmäßige Zyklen, erste Hitzewallungen, schlechterer Schlaf und Stimmungsschwankungen. Sie beginnen meist in der Perimenopause, also Jahre bevor die Periode endgültig ausbleibt. Weil diese Anzeichen unspezifisch sind und auch andere Ursachen haben, ist ein gemessener Wert im Verlauf verlässlicher als die reine Selbstbeobachtung.

Welcher Östradiol-Wert spricht für einen Mangel?

Nach der Menopause gilt ein dauerhaft niedriger Östradiol-Wert, meist unter 30 pg/mL und oft unter 10 pg/mL, als normaler Befund dieser Lebensphase. Vor der Menopause lässt sich kein fester Grenzwert nennen, weil der Wert stark vom Zyklustag abhängt. Die Einordnung deines konkreten Wertes gehört immer in ärztliche Hände.

Kann ein Östrogenmangel trotz normalem Blutwert bestehen?

Ja, das ist in der Perimenopause sogar typisch. Der Östrogenspiegel schwankt in dieser Phase stark, ein an einem guten Tag gemessener Wert kann normal aussehen, obwohl die Beschwerden für einen schwankenden Hormonhaushalt sprechen. Genau deshalb ist die Beobachtung im Verlauf, immer zur gleichen Zyklusphase, aussagekräftiger als eine einzelne Messung.

Haben nur Frauen in den Wechseljahren einen Östrogenmangel?

Nein. Auch jüngere Frauen können betroffen sein, etwa durch starkes Untergewicht, sehr intensives Training oder anhaltenden Stress, die die Hormonsteuerung herunterfahren. Bleibt die Periode mehrere Monate aus, ist das unabhängig vom Alter ein Anlass zur ärztlichen Abklärung, weil ein langer Östrogenmangel die Knochen belastet.

Wie oft sollte man Östradiol messen?

Sinnvoll ist ein Verlauf statt einer Einzelmessung. Bei Frauen mit Zyklus empfiehlt sich derselbe Zyklustag, etwa Tag 3 bis 5, und ein Abstand von einigen Monaten zwischen den Messungen. Damoi misst Östradiol quartalsweise im Hormon-Panel, sodass aus mehreren Werten ein Trend wird, der schwankende Phasen sichtbar macht.

Fazit: Symptome einordnen statt raten

Östrogenmangel-Symptome sind real und können den Alltag stark prägen, von Hitzewallungen über trockene Schleimhäute bis zu Schlaf- und Stimmungsproblemen. Sie sind aber unspezifisch und überschneiden sich mit Schilddrüse, Eisen und anderen Hormonen. Wer allein nach Gefühl handelt, behandelt im Zweifel das Falsche. Klarheit bringt ein gemessener Östradiol-Wert, am besten im Verbund mit den verwandten Markern und über die Zeit betrachtet, denn gerade in der Perimenopause täuscht eine einzelne Zahl. So wird aus einem Bauchgefühl eine fundierte Entscheidung, die du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprichst. Wenn du deinen Östradiol-Wert dauerhaft im Blick behalten willst, kannst du dir auf der Östradiol-Markerseite einen Platz auf der Warteliste sichern.

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) (2020). S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause, Diagnostik und Interventionen (AWMF-Registernummer 015-062). AWMF

  2. Avis NE, Crawford SL, Greendale G, et al. (2015). Duration of Menopausal Vasomotor Symptoms Over the Menopause Transition. JAMA Internal Medicine, 175(4), 531-539. PubMed

  3. Harlow SD, Gass M, Hall JE, et al. (2012). Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10 (STRAW + 10). Menopause, 19(4), 387-395. PubMed

  4. Santoro N. (2016). Perimenopause: From Research to Practice. Journal of Women's Health, 25(4), 332-339. PubMed

  5. Gordon CM, Ackerman KE, Berga SL, et al. (2017). Functional Hypothalamic Amenorrhea: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 102(5), 1413-1439. PubMed

  6. Portman DJ, Gass ML. (2014). Genitourinary syndrome of menopause: new terminology for vulvovaginal atrophy. Menopause, 21(10), 1063-1068. PubMed

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Damoi diagnostiziert keine Erkrankungen und gibt keine Therapieempfehlungen.

Panel-Finder

Unsicher, welches Panel zu dir passt?

Beantworte 10 kurze Fragen und finde in 90 Sekunden deine persönliche Empfehlung.

Finde dein PanelFinde dein Panel
Damoi

Sei dabei, wenn wir starten.

Newsletter

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.

Laden imApp Store

Kein Spam. Nur Updates zum Launch.

DISCLAIMER: Damoi empfiehlt oder verweist dich nicht an bestimmte Gesundheitsdienstleister, und es steht dir frei, jeden Gesundheitsdienstleister zu wählen und die Dienste von Damoi weiterhin zu nutzen. Damoi bietet keine medizinische Beratung, keine Diagnose, keine medizinische Behandlung und keine medizinische Meinung in irgendeiner Form, weder über unsere Dienste noch anderweitig. Die Dienste von Damoi sind kein Ersatz für medizinische Versorgung, medizinische Beratung und/oder ein ausführliches Gespräch mit deinem Hausarzt oder einem anderen approbierten Arzt. Wenn du Fragen zu Laborergebnissen oder anderen Informationen hast, die du über Damoi erhältst, empfehlen wir, diese mit einem Hausarzt oder einem anderen approbierten Arzt zu besprechen. Alle Materialien, Informationen, Daten und Inhalte, die Damoi bereitstellt, dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Die Mitgliedspreise von Damoi umfassen die von Damoi erhobenen Technologie- und Servicegebühren sowie den Zugang zu vorausbezahlten Labor- und anderen Leistungen. Bestimmte Artikel und Leistungen erfordern zusätzliche Zahlungen, die nicht im Standard-Mitgliedspreis enthalten sind. Weitere wichtige Informationen zu den von Damoi erbrachten Leistungen findest du in den AGB. Mit der Angabe deiner Telefonnummer erklärst du dich damit einverstanden, Textnachrichten von Damoi zu erhalten. Es können Nachrichten- und Datengebühren anfallen. Die Häufigkeit der Nachrichten variiert.

© 2026 Damoi. Alle Rechte vorbehalten.