Haarausfall Blutwerte: welche bei Frau und Mann testen?
Zuletzt Aktualisiert: 03.07.2026
Kurzantwort: Bei Haarausfall sind vor allem fünf Blutwerte aussagekräftig: Ferritin (Eisenspeicher), TSH (Schilddrüse), Vitamin D, Zink und Testosteron. Ferritin ist der häufigste Auslöser bei Frauen. In einer Vergleichsstudie lag es bei Frauen mit diffusem Haarausfall im Schnitt bei 24,3 ng/mL, bei Gesunden dagegen bei 45,6 ng/mL (Cheng et al., 2021). Welche Werte für dich sinnvoll sind, hängt von Geschlecht und Muster ab.
Fällt plötzlich mehr Haar aus als sonst, denken die meisten zuerst an die Gene, an Stress oder an das falsche Shampoo. Der Blick ins Blut kommt oft zuletzt, dabei liefert er die konkretesten Hinweise. Genau darum geht es hier: welche Blutwerte bei Haarausfall wirklich etwas verraten, wie du sie einordnest und warum Frauen und Männer teils unterschiedliche Werte prüfen sollten. Denn hinter diffusem Haarverlust steckt häufig ein Nährstoff- oder Hormon-Ungleichgewicht, das sich messen lässt. Ein Eisenmangel etwa wirkt sich auf die Haarwurzel aus, oft bevor andere Symptome auffallen. Dieser Artikel ordnet die wichtigsten Blutwerte bei Haarausfall ein und zeigt, wann ein Test sinnvoll ist. Eine Diagnose ersetzt er nicht, die gehört in ärztliche Hände.
Warum sind Blutwerte bei Haarausfall überhaupt relevant?
Blutwerte bei Haarausfall zeigen, ob die Haarwurzel ausreichend mit Nähr- und Botenstoffen versorgt ist. Rund 85 bis 90 Prozent der Kopfhaare befinden sich normalerweise in der Wachstumsphase, der Rest in der Ruhe- und Ausfallphase. Kippt dieses Verhältnis, fallen mehr Haare aus als nachwachsen. Ein Bluttest deckt die häufigsten inneren Auslöser auf.
Mediziner unterscheiden grob zwei Muster. Beim diffusen Haarausfall (telogenes Effluvium) dünnt das Haar gleichmäßig über den ganzen Kopf aus, oft nach Eisenmangel, Schilddrüsen-Störungen, Crash-Diäten, Infekten oder Stress. Beim erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) zieht sich das Haar nach einem typischen Muster zurück, bei Männern an Stirn und Tonsur, bei Frauen im Scheitelbereich. Blutwerte bei Haarausfall helfen vor allem, die behandelbaren Ursachen des diffusen Typs zu finden und andere Erkrankungen abzugrenzen. Beim erblichen Typ liefern sie eher den Kontext als den einzelnen Schuldigen.
Welche Blutwerte werden bei Haarausfall getestet?
Bei Haarausfall werden typischerweise diese Blutwerte getestet: Ferritin als Eisenspeicher, TSH für die Schilddrüse, Vitamin D, Zink und je nach Muster die Sexualhormone rund um Testosteron. Ergänzend kommen Entzündungswerte, Vitamin B12, Folsäure und Selen dazu. Kein Wert steht für sich allein, erst das Zusammenspiel ergibt ein Bild.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Blutwerte bei Haarausfall am häufigsten kontrolliert werden und in welchem Damoi-Panel sie enthalten sind.
Blutwert | Was er bei Haarausfall zeigt | Damoi-Panel |
|---|---|---|
Ferritin | Eisenspeicher, häufigste Ursache bei diffusem Haarausfall | Panel 4 (Hormone) |
TSH (+ fT3, fT4) | Schilddrüsen-Funktion, stört den Haarzyklus in beide Richtungen | Panel 3 |
Vitamin D | beteiligt am Haarfollikel-Zyklus | Panel 3 |
Zink | Baustein für Zellteilung und Keratin-Bildung | Panel 4 (Hormone) |
Testosteron, SHBG, DHEA-S | Hormon-Muster bei erblichem oder androgen bedingtem Haarausfall | Panel 4 (Hormone) |
Vitamin B12, Folsäure, Selen | ergänzende Werte für Zellteilung und Schilddrüse | Panel 3 |
Und so sehen die Referenzbereiche der wichtigsten Werte aus, an denen du deine eigenen Blutwerte bei Haarausfall grob einordnen kannst.
Blutwert | Referenz / Optimalbereich | Auffällig ab |
|---|---|---|
Ferritin (Frauen) | 30 bis 150 ng/mL | unter 30 ng/mL unzureichend |
Ferritin (Männer) | 30 bis 200 ng/mL | unter 30 ng/mL unzureichend |
TSH | 0,4 bis 2,5 mIU/L (moderne Cutoffs) | über 4,0 mIU/L mögliche Unterfunktion |
Vitamin D | 30 bis 60 ng/mL | unter 20 ng/mL Mangel |
Zink | 80 bis 120 µg/dL | unter 70 µg/dL grenzwertig |
Gesamt-Testosteron (Männer) | 300 bis 1000 ng/dL | unter 264 ng/dL auffällig |
Gesamt-Testosteron (Frauen) | 8 bis 60 ng/dL | Abweichung ärztlich abklären |
⚕️ Hinweis: Die angegebenen Referenzbereiche dienen der Orientierung und können je nach Labor und Methode abweichen. Sie ersetzen keine ärztliche Bewertung.
Ferritin: der wichtigste Eisenwert bei diffusem Haarausfall
Ferritin ist der wichtigste Blutwert bei diffusem Haarausfall, weil es die Eisenspeicher abbildet, lange bevor der Hämoglobin-Wert auffällig wird. Die Haarwurzel gehört zu den stoffwechselaktivsten Geweben des Körpers und reagiert empfindlich auf Eisenmangel. Ein niedriger Ferritin-Wert kann deshalb ein früher Hinweis auf haarrelevanten Eisenmangel sein. Kein anderer der Blutwerte bei Haarausfall ist bei Frauen so häufig auffällig.
Die Datenlage ist deutlich: In einer Vergleichsstudie mit 193 Frauen mit telogenem Effluvium lag das mittlere Serum-Ferritin bei 24,3 ng/mL, in der gesunden Kontrollgruppe dagegen bei 45,6 ng/mL (Cheng et al., Clin Cosmet Investig Dermatol 2021). Bereits 2003 zeigte eine kontrollierte Studie, dass ein erniedrigtes Serum-Ferritin bei Frauen mit Haarausfall häufiger auftritt als bei Frauen ohne (Kantor et al., J Invest Dermatol 2003). Als Grenzwert für einen Eisenmangel gilt in vielen Arbeiten ein Ferritin um 40 ng/mL.
Optimalbereich statt Labor-Untergrenze
Hier lohnt der genaue Blick: Das Labor meldet erst ab etwa 15 ng/mL einen echten Eisenmangel, für gesundes Haar liegt der Zielkorridor aber höher. Ferritingilt bei Frauen zwischen 30 und 150 ng/mL als günstig, bei Männern zwischen 30 und 200 ng/mL. Werte unter 30 ng/mL gelten als unzureichend. Wichtig: Ferritin ist zugleich ein Akute-Phase-Protein und steigt bei Entzündungen. Deshalb sollte es gemeinsam mit hsCRP gelesen werden, sonst wirkt ein entzündungsbedingt erhöhter Wert wie ein voller Eisenspeicher. Mehr Details liest du im ausführlichen Beitrag zu Ferritinwerten zu hoch oder zu niedrig.

Schilddrüse: wie stören TSH, fT3 und fT4 den Haarzyklus?
Eine gestörte Schilddrüse bringt den Haarzyklus in beide Richtungen aus dem Takt: Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion können diffusen Haarausfall auslösen. Der TSH-Wert ist dabei der erste Marker, der reagiert, weil er die Steuerung der Schilddrüse durch das Gehirn abbildet und nicht nur die Hormone selbst.
Der TSH-Wert gilt nach modernen Cutoffs zwischen 0,4 und 2,5 mIU/L als optimal, der klassische Standard-Referenzbereich reicht bis 4,0 mIU/L. Werte darüber können auf eine Unterfunktion hinweisen, Werte unter 0,4 mIU/L auf eine Überfunktion. Weil TSH allein nicht das ganze Bild zeigt, werden bei Auffälligkeiten die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 ergänzt. Dass Schilddrüse und Haar eng verknüpft sind, belegt auch eine Meta-Analyse: Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) ist statistisch mit autoimmunen Schilddrüsen-Erkrankungen assoziiert (Kinoshita-Ise et al., J Dermatol 2019). Damit liefert die Schilddrüse einige der aussagekräftigsten Blutwerte bei Haarausfall. Wer sich müde und gleichzeitig mit Haarausfall herumschlägt, findet im Beitrag zu Müdigkeit und Blutwerten die Schnittmenge beider Themen.
Vitamin D, Zink und Selen: welche Mikronährstoffe fehlen bei Haarausfall?
Bei Haarausfall fehlen am häufigsten Vitamin D und Zink, seltener Selen. Alle drei greifen in den Haarfollikel-Zyklus ein, jeder auf eigenem Weg. Ein umfassender Review ordnet die Studienlage so ein, dass vor allem Eisen und Vitamin D eine Rolle spielen, Zink bei nachgewiesenem Mangel und Selen in beide Richtungen (Almohanna et al., Dermatol Ther 2019).
Vitamin D und Zink
Vitamin D ist am Zyklus der Haarfollikel beteiligt, der Zielbereich liegt bei 30 bis 60 ng/mL, Werte unter 20 ng/mL gelten als Mangel. Zink ist Cofaktor für die Zellteilung und die Keratin-Bildung, der Optimalbereich im Serum liegt bei 80 bis 120 µg/dL. Fällt Zink unter 70 µg/dL, gilt das als grenzwertig, unter 60 µg/dL als deutlicher Mangel, der Haarausfall begünstigen kann.
Selen mit Vorsicht
Bei Selen ist beides problematisch: Ein Mangel stört über die Schilddrüse indirekt das Haarwachstum, ein Überschuss (Selenose) kann seinerseits Haarausfall auslösen. Mehr ist hier also nicht besser, was gerade bei hochdosierten Präparaten relevant ist. Ergänzend werden bei Haarausfall oft Vitamin B12 und Folsäure geprüft, weil beide für die Zellteilung in der Haarwurzel gebraucht werden. So runden diese Mikronährstoffe die Blutwerte bei Haarausfall ab.
Testosteron und Hormone: Auslöser bei erblichem Haarausfall?
Bei erblich bedingtem Haarausfall sind die Testosteron-Blutwerte meist normal, entscheidend ist die genetische Empfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber dem Abbauprodukt DHT (Dihydrotestosteron). Ein hoher Testosteron-Wert bedeutet also nicht automatisch mehr Haarausfall, und ein Normalwert schließt androgenetische Alopezie nicht aus. Das ist ein häufiges Missverständnis.
Trotzdem gehört das Hormon-Muster ins Bild, vor allem bei Frauen. Gesamt-Testosteron liegt bei Frauen zwischen 8 und 60 ng/dL, bei Männern zwischen 300 und 1000 ng/dL. Aussagekräftig wird der Wert erst zusammen mit SHBG, dem Transport-Eiweiß, und der Hormon-Vorstufe DHEA-S. Bei Frauen kann ein Haarausfall nach männlichem Muster ein Hinweis auf einen Androgen-Überschuss sein, etwa im Rahmen eines PCOS. Ein Bericht des Androgen-Excess-Komitees ordnet weiblichen Haarausfall (female pattern hair loss) ausdrücklich in diesen Zusammenhang ein (Carmina et al., J Clin Endocrinol Metab 2019). Testosteron schwankt tageszeitlich stark, deshalb wird morgens zwischen 7 und 10 Uhr gemessen. So ergänzen die Hormon-Werte die übrigen Blutwerte bei Haarausfall.

Welche Blutwerte bei Haarausfall unterscheiden sich bei Frau und Mann?
Frauen und Männer teilen die meisten relevanten Blutwerte bei Haarausfall, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: Bei Frauen stehen Ferritin und Schilddrüse im Vordergrund, bei Männern das erbliche Muster. Der Kern-Check aus Ferritin, TSH, Vitamin D und Zink ist für beide sinnvoll, die Hormon-Werte werden je nach Muster gewichtet.
Blutwerte bei Haarausfall bei Frauen
Bei Frauen ist diffuser Haarausfall häufig, und Eisenmangel steht ganz oben. Durch die Menstruation verlieren Frauen im gebärfähigen Alter regelmäßig Eisen, deshalb ist ein niedriges Ferritin die häufigste messbare Ursache. Ergänzend lohnen sich TSH (Schilddrüsen-Störungen betreffen Frauen öfter), Vitamin D und, bei Haarausfall nach männlichem Muster, die Androgene aus dem Hormon-Panel. Für die Lebensphase ab 40 gibt der Beitrag zu Blutwerten für Frauen über 40weiteren Kontext.
Blutwerte bei Haarausfall bei Männern
Bei Männern dominiert die androgenetische Alopezie, die genetisch bedingt ist und sich am Blutbild nicht direkt ablesen lässt. Trotzdem lohnt der Bluttest, um einen zusätzlichen diffusen Anteil zu finden: Auch Männer haben Eisenmangel, Schilddrüsen-Störungen oder einen niedrigen Vitamin-D- und Zink-Spiegel. Ein auffällig niedriges Gesamt-Testosteron unter 264 ng/dL sollte unabhängig vom Haar ärztlich abgeklärt werden. Der Kern der Blutwerte bei Haarausfall bleibt für Männer also derselbe wie für Frauen.
Warum kann eine einzelne Messung bei Haarausfall täuschen?
Eine einzelne Messung täuscht bei Haarausfall häufig, weil der diffuse Haarausfall dem Auslöser um zwei bis drei Monate hinterherhinkt. Wenn die Haare sichtbar ausfallen, ist der stressige Monat, die Diät oder der Infekt oft schon vorbei, und der Blutwert wieder auf dem Weg zurück in den Normalbereich. Eine Momentaufnahme kann den ursprünglichen Mangel dann verpassen.
Genau hier hilft ein Verlauf statt einer Einzelmessung. Ferritin reagiert auf eine Ernährungsumstellung messbar innerhalb von 4 bis 12 Wochen, Zink innerhalb von 4 bis 8 Wochen, Testosteron auf Lebensstil-Änderungen über 8 bis 12 Wochen. Wer die Blutwerte bei Haarausfall über mehrere Quartale verfolgt, erkennt, ob ein korrigierter Wert wirklich stabil bleibt, und kann den Effekt einer Maßnahme von normalem Rauschen unterscheiden. Damoi misst deshalb im Abo quartalsweise, sodass du deinen eigenen Verlauf als Referenz nutzt statt fremder Laborbereiche.

Welches Damoi-Panel deckt die Haarausfall-Werte ab?
Die relevanten Blutwerte bei Haarausfall verteilen sich auf zwei Damoi-Panels: Ferritin, Zink und die Hormone liegen im Hormon-Panel (Panel 4), TSH, Vitamin D, Selen, B12 und Folsäure im Schilddrüse-und-Vitamine-Panel (Panel 3). Wer den vollständigen Haar-Check will, kombiniert beide.
Welche Marker bei Haarausfall relevant sind
Damoi misst diese Marker im At-Home-Bluttest, verteilt auf die Panels 3 und 4. Statt einer Einmal-Messung baust du dir einen Trend über die Quartale auf, der genau dann trägt, wenn Haarausfall dem Auslöser hinterherhinkt.
Ferritin:Eisenspeicher, häufigste messbare Ursache bei Frauen
TSH:Schilddrüse, stört den Haarzyklus in beide Richtungen
Vitamin D:beteiligt am Zyklus der Haarfollikel
Zink:Cofaktor für Zellteilung und Keratin-Bildung
Gesamt-Testosteron:Hormon-Muster bei erblichem Haarausfall
Was kannst du bei auffälligen Werten tun?
Bei auffälligen Blutwerten ist der erste Schritt immer die ärztliche Einordnung, denn Haarausfall kann viele Ursachen gleichzeitig haben. Auffällige Blutwerte bei Haarausfall sind ein Ausgangspunkt, keine Diagnose. Ein Wert allein rechtfertigt keine hochdosierte Selbstmedikation, gerade bei Eisen und Selen kann ein Zuviel schaden. Mit dem konkreten Wert im Gepäck lässt sich das Gespräch aber gezielter führen.
Für die häufigen Mangel-Muster gibt es klare, alltagstaugliche Hebel. Eisenreiche Ernährung mit rotem Fleisch, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse hebt Ferritin, Vitamin C zur Mahlzeit verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen. Zink steckt in Fleisch, Käse, Eiern, Meeresfrüchten und Kürbiskernen. Vitamin D lässt sich über Sonne und, bei nachgewiesenem Mangel, über Supplemente auffüllen. Wichtig bleibt: Diese Maßnahmen können einen Mangel korrigieren, sie sind kein Versprechen auf Haarwachstum. Ob und wie schnell das Haar reagiert, ist individuell und gehört ärztlich begleitet. Ein Bluttest zeigt dir, an welcher Stellschraube es überhaupt lohnt zu drehen. In der Übersicht der Hormon-Marker und im Schilddrüse-und-Vitamine-Panel siehst du, welche Werte zusammengehören.
Häufige Fragen zu Blutwerten bei Haarausfall
Welcher Blutwert ist bei Haarausfall am wichtigsten?
Bei diffusem Haarausfall ist Ferritin der wichtigste Einzelwert, weil Eisenmangel die häufigste messbare Ursache ist, besonders bei Frauen. Direkt danach kommen die Schilddrüse (TSH) sowie Vitamin D und Zink. Beim erblichen Muster liefert eher das Hormon-Bild den Kontext. Welcher Wert für dich zählt, hängt von Geschlecht und Ausfall-Muster ab.
Welchen Ferritin-Wert braucht man für gesundes Haar?
Als günstig gelten bei Frauen 30 bis 150 ng/mL und bei Männern 30 bis 200 ng/mL. Das Labor meldet einen echten Eisenmangel oft erst unter 15 ng/mL, für die Haarwurzel liegt der Zielkorridor aber höher. Werte unter 30 ng/mL gelten als unzureichend und sollten zusammen mit hsCRP eingeordnet werden, weil Entzündungen Ferritin verfälschen können.
Kann man Haarausfall im Blut erkennen?
Blutwerte zeigen nicht den Haarausfall selbst, aber seine häufigsten inneren Auslöser, etwa Eisenmangel, eine Schilddrüsen-Störung oder einen Vitamin-D-Mangel. Der erbliche Haarausfall lässt sich am Blut dagegen nicht direkt ablesen, hier zählt das klinische Muster. Der Bluttest engt die Ursachen ein und zeigt, wo eine Korrektur ansetzen kann.
Welche Blutwerte sollten Frauen bei Haarausfall testen?
Für Frauen stehen Ferritin und TSH an erster Stelle, ergänzt um Vitamin D und Zink. Bei Haarausfall nach männlichem Muster kommen Testosteron, SHBG und DHEA-S dazu, um einen Androgen-Überschuss (etwa bei PCOS) einzuordnen. Wegen des Eisenverlusts durch die Menstruation ist Ferritin bei Frauen besonders oft niedrig.
Wie oft sollte man die Blutwerte bei Haarausfall kontrollieren?
Nach einer Umstellung oder Behandlung lohnt eine Kontrolle nach etwa drei Monaten, weil Ferritin, Zink und Hormone in diesem Zeitraum sichtbar reagieren. Weil diffuser Haarausfall dem Auslöser um zwei bis drei Monate hinterherhinkt, sagt ein Verlauf über mehrere Quartale mehr aus als eine einzelne Messung. Damoi misst die Marker im Abo quartalsweise.
Fazit
Haarausfall hat selten nur eine Ursache, aber die wichtigsten inneren Auslöser lassen sich messen. Ferritin, TSH, Vitamin D, Zink und je nach Muster die Hormone bilden den sinnvollen Kern-Check, für Frauen und Männer mit unterschiedlicher Gewichtung. Weil der diffuse Haarausfall dem Auslöser zeitlich hinterherhinkt, ist ein Verlauf aussagekräftiger als eine Momentaufnahme. Wer die relevanten Blutwerte bei Haarausfall regelmäßig verfolgt, erkennt Muster früher und geht mit konkreten Zahlen ins Arztgespräch. Den Hormon-Test von Damoi kannst du dir bequem nach Hause holen und deinen Trend in der App verfolgen.
Quellen
Cheng T, Fang H, Wang Y, et al. (2021). The Diagnostic Value of Serum Ferritin for Telogen Effluvium: A Cross-Sectional Comparative Study. Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 14, 137-141. PubMed
Kantor J, Kessler LJ, Brooks DG, Cotsarelis G (2003). Decreased serum ferritin is associated with alopecia in women. Journal of Investigative Dermatology, 121(5), 985-988. PubMed
Olsen EA, Reed KB, Cacchio PB, Caudill L (2010). Iron deficiency in female pattern hair loss, chronic telogen effluvium, and control groups. Journal of the American Academy of Dermatology, 63(6), 991-999. PubMed
Almohanna HM, Ahmed AA, Tsatalis JP, Tosti A (2019). The Role of Vitamins and Minerals in Hair Loss: A Review. Dermatology and Therapy, 9(1), 51-70. PubMed
Carmina E, Azziz R, Bergfeld W, et al. (2019). Female Pattern Hair Loss and Androgen Excess: A Report From the Multidisciplinary Androgen Excess and PCOS Committee. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 104(7), 2875-2891. PubMed
Kinoshita-Ise M, Martinez-Cabriales SA, Alhusayen R, et al. (2019). Chronological association between alopecia areata and autoimmune thyroid diseases: A systematic review and meta-analysis. The Journal of Dermatology, 46(8), 702-709. PubMed
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Damoi diagnostiziert keine Erkrankungen und gibt keine Therapieempfehlungen.
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