Was filtern deine Leber und Nieren wirklich raus?
Beide Organe arbeiten 24 Stunden, oft jahrelang ohne Symptome bei Belastung. Acht Marker zeigen, wie viel Reserve noch da ist.

Acht Marker für deine wichtigsten Filterorgane
Leber und Niere arbeiten 24 Stunden, oft jahrelang ohne Symptome bei Belastung. Acht Marker zeigen, wie gut beide Filter wirklich laufen.

ALT
Direktester Marker für Leberzellschaden, fast ausschließlich in der Leber.
Beleg
Prati et al. 2002: moderne Cutoffs (Männer <30, Frauen <19 U/L) reagieren früher als klassische 50er-Grenzen.
Ein Test ist ein Foto.Ein Abo ist der Film.
Tracke ALT, GGT und Kreatinin im Quartalsrhythmus. So siehst du, ob deine Filterorgane sich nach Pausen oder Lifestyle-Wechseln tatsächlich erholen. Symptome kommen spät, Verlaufswerte kommen früh.
Was du übers Organ-Panel wissen solltest.
Die häufigsten Fragen rund um Leber- und Nierenwerte. Direkte Antworten, ohne klinische Empfehlungen.
Das Organ-Panel umfasst acht Marker: ALT, AST, GGT, Bilirubin, Kreatinin, Harnsäure, Albumin und Gesamteiweiß. Diese Werte zeigen zusammen, wie deine Filterorgane Leber und Niere unter Belastung arbeiten. Ein einzelner Wert reicht für ein vollständiges Bild oft nicht aus.
Der De-Ritis-Quotient (AST geteilt durch ALT) ist seit 1957 etabliert. Bei auffälligen Werten gibt das Verhältnis Hinweise auf die Ursache: ein Wert über 1 deutet eher auf alkoholische, ein Wert unter 1 eher auf andere Belastungen hin.
GGT reagiert sensibel auf Alkohol, bestimmte Medikamente und oxidativen Stress. Die Vorarlberg-Studie mit über 160.000 Teilnehmern zeigt: erhöhte GGT-Werte sind unabhängig vom LDL mit erhöhter Gesamtmortalität assoziiert.
Die geschätzte Glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) wird aus Kreatinin, Alter und Geschlecht via CKD-EPI-Formel berechnet. Sie ist der weltweit etablierte Standard zur Einschätzung der Nierenfunktion und zeigt, wie viele Milliliter pro Minute deine Nieren filtern.
Quartalsweise gibt einen sauberen Verlauf, besonders nach Lifestyle-Reset, Alkohol-Pause oder Medikament-Wechseln. Beide Filterorgane reagieren oft binnen 8 bis 12 Wochen auf Entlastung mit messbaren Verbesserungen.
GGT reagiert nicht nur auf Alkohol. Häufige Ursachen sind nicht-alkoholische Fettleber, Medikamenten-Einnahme, oxidativer Stress, hoher Kaffee-Konsum oder genetische Faktoren. Bei dauerhaft erhöhten GGT-Werten ohne Alkohol-Konsum ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, oft in Kombination mit Sonographie der Leber.
Eine NAFLD (Non-Alcoholic Fatty Liver Disease) zeigt sich oft in einer Kombination aus leicht erhöhtem ALT, GGT und Triglyceriden bei normalem AST. In DACH-Ländern ist die Prävalenz hoch, oft assoziiert mit Insulin-Resistenz und metabolischem Syndrom. Aussagekräftige Diagnose erfolgt ärztlich, meist via Sonographie.
Intensives Krafttraining kann ALT und besonders AST kurzfristig anheben, weil beide Enzyme auch im Muskelgewebe vorkommen. Aussagekräftige Leberwerte werden deshalb mindestens 48 Stunden nach intensivem Training gemessen. Bei dauerhaft erhöhtem AST trotz Trainings-Pause ist ärztliche Abklärung sinnvoll.
Albumin ist das wichtigste Transportprotein im Blut, ausschließlich in der Leber gebildet. Niedrige Werte können auf gestörte Lebersynthese, Eiweißmangel, chronische Entzündung oder Nierenschäden hindeuten. Goldwasser & Feldman 1997 zeigten, dass niedrige Albumin-Werte unabhängig vom Alter mit erhöhter Gesamt-Mortalität assoziiert sind.
Harnsäure ist Endprodukt des Purin-Stoffwechsels. Erhöhte Werte sind nach ARIC-Studie und Feig 2008 unabhängig vom LDL mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko und Bluthochdruck assoziiert. Auch ein Frühindikator für metabolisches Syndrom. Reagiert oft schnell auf Reduktion von Fruktose und Alkohol.
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