AST
AST kommt in Leber, Herz und Muskeln vor. Im Zusammenspiel mit ALT entsteht der De-Ritis-Quotient, ein Verhältnis, das die Art der Leberschädigung differenziert und zwischen Muskel- und Leberursachen unterscheidet.

Das Enzym, das Leber- von Muskelschäden unterscheiden hilft
AST (Aspartat-Aminotransferase, auch GOT genannt) ist ein Enzym des Aminosäurestoffwechsels, das in mehreren Organen vorkommt: in hoher Konzentration in der Leber, aber auch im Herzmuskel, in der Skelettmuskulatur und in roten Blutkörperchen. Bei Zellschäden in einem dieser Gewebe wird AST ins Blut freigesetzt.
Diese breitere Verteilung ist gleichzeitig Stärke und Schwäche: Ein erhöhter AST-Wert allein sagt nicht, woher er kommt. Erst im Verhältnis zu ALT, dem leberspezifischeren Enzym, wird die Quelle klar. Dieses Verhältnis heißt De-Ritis-Quotient und ist eines der ältesten und bewährtesten diagnostischen Tools der Labormedizin.
Weil das Verhältnis AST/ALT mehr verrät als beide Werte einzeln
Der De-Ritis-Quotient (AST/ALT) differenziert die Art der Leberschädigung: Unter 1,0 deutet auf Fettleber oder leichte Hepatitis, über 2,0 auf alkoholische Leberschädigung oder fortgeschrittene Fibrose. Für das Monitoring von Lebergesundheit liefert dieses Verhältnis entscheidende Zusatzinformation, die ALT allein nicht zeigen kann.
Für sportlich aktive Optimierer besonders relevant: AST steigt nach intensivem Training deutlich stärker als ALT, weil es auch aus der Muskulatur stammt. Wer regelmäßig trainiert, braucht AST zur korrekten Interpretation eines erhöhten ALT-Werts. Im Premium Panel liefern ALT, AST, GGT und Albumin zusammen das vollständige Leberprofil.
Botros & Sikaris (Clin Biochem Rev, 2013) · Kwo et al. (Am J Gastroenterol, 2017) · Giannini et al. (CMAJ, 2005)
AST Normalwert
AST steigt auch durch intensives Training. Für die Leberinterpretation immer im Verhältnis zu ALT betrachten, der De-Ritis-Quotient (AST/ALT) differenziert die Ursache.
Botros & Sikaris (Clin Biochem Rev, 2013) · Kwo et al. (Am J Gastroenterol, 2017) · Giannini et al. (CMAJ, 2005)


