ALT
ALT ist ein Enzym, das fast ausschließlich in deiner Leber vorkommt. Wenn Leberzellen geschädigt werden, gelangt ALT ins Blut, dein Wert zeigt, ob deine Leber still leidet, während du dich gesund fühlst.

Das Enzym, das Leberschäden sichtbar macht, bevor du sie spürst
ALT (Alanin-Aminotransferase, auch GPT genannt) ist ein Enzym, das in hoher Konzentration in deinen Leberzellen vorkommt. Seine eigentliche Aufgabe: Aminosäuren umzubauen und am Energiestoffwechsel mitzuwirken. Im Blut ist ALT normalerweise nur in geringen Mengen vorhanden.
Wenn Leberzellen geschädigt oder entzündet werden, setzen sie ALT ins Blut frei, der Spiegel steigt. ALT ist dabei leberspezifischer als andere Leberenzyme wie AST, das auch in Herz- und Muskelzellen vorkommt. Ein erhöhter ALT-Wert deutet deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein Leberproblem hin.
Weil Fettleber die stille Epidemie unserer Zeit ist
Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD) betrifft geschätzt 25% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland und die überwiegende Mehrheit weiß nichts davon. Die Leber schmerzt nicht, sie funktioniert lange trotz Belastung. ALT ist der empfindlichste Routine-Marker, um Fettleber und Leberentzündung frühzeitig zu erkennen.
Für monatliches Tracking besonders relevant: ALT reagiert direkt auf Alkoholkonsum, Ernährungsumstellungen und Gewichtsreduktion. Schon 4–8 Wochen nach Lebensstil-Änderungen zeigen sich messbare Verbesserungen. Zusammen mit Albumin und im Premium Panel mit AST und GGT, ergibt sich ein vollständiges Leberprofil. ALT ist in jeder Essential-Messung enthalten.
EASL Guidelines (NAFLD, 2016) · Kwo et al. (Am J Gastroenterol, 2017) · Prati et al. (Annals of Internal Medicine, 2002) · RKI DEGS1-Studie
ALT Normalwert
Referenzbereich ≠ Optimal. Viele Labore definieren bis 50 U/L als normal, aktuelle Evidenz zeigt: gesunde Leberwerte liegen für Männer unter 30 und für Frauen unter 19 U/L.
Prati et al. (Annals of Internal Medicine, 2002) · EASL Guidelines (NAFLD, 2016) · Kwo et al. (Am J Gastroenterol, 2017)


