LEBER & Niere · ESSENTIAL + PREMIUM

Albumin

Albumin ist das häufigste Protein in deinem Blut, produziert von der Leber, transportiert es Hormone, Fettsäuren und Medikamente. Dein Wert zeigt gleichzeitig Leberfunktion, Ernährungsstatus und systemische Entzündung.

Essential PanelPremium Panel
Albumin
4,0–5,0g/dL Zielbereich
60%des gesamten Plasmaproteins ist Albumin
21 TageHalbwertszeit, zeigt Trends, keine Momentaufnahmen
Was ist Albumin?

Das Multitalent unter deinen Blutproteinen

Albumin wird ausschließlich in der Leber produziert und macht rund 60% des gesamten Plasmaproteins aus. Es erfüllt mehrere lebenswichtige Funktionen gleichzeitig: Transport von Hormonen, Fettsäuren, Kalzium und Medikamenten, Aufrechterhaltung des onkotischen Drucks (verhindert, dass Flüssigkeit aus den Gefäßen ins Gewebe austritt) und antioxidative Schutzfunktion.

Das macht Albumin zu einem integrativen Marker, der mehrere Systeme gleichzeitig reflektiert Lebersyntheseleistung, Proteinversorgung über die Ernährung und systemische Entzündung. Sinkt Albumin, kann das ein Leberproblem sein, aber auch chronische Entzündung, Mangelernährung oder Proteinverlust über die Nieren.

Das Multitalent unter deinen Blutproteinen
Warum misst Damoi Albumin?

Weil Albumin das Gesamtbild zeigt, nicht nur die Leber

Albumin ist einer der stärksten unabhängigen Prädiktoren für Gesamtmortalität, das zeigen Metaanalysen mit über 90.000 Teilnehmern. Werte unter 3,5 g/dL sind mit einem signifikant erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, Infektionen und Gesamtsterblichkeit assoziiert, unabhängig von anderen Risikofaktoren.

Für Damois Tracking-Ansatz besonders relevant: Albumin hat eine Halbwertszeit von 21 Tagen und zeigt deshalb keine kurzfristigen Schwankungen, sondern echte Trends. Im Zusammenspiel mit ALT und im Premium Panel mit AST und GGT, ergibt sich ein differenziertes Leberprofil, das sowohl Zellschäden als auch Syntheseleistung erfasst. Albumin ist in jeder Essential-Messung enthalten.

Goldwasser & Feldman (J Gen Intern Med, 1997) · Friedman & Fadem (J Am Soc Nephrol, 2010) · Vincent et al. (Lancet, 2014)

Weil Albumin das Gesamtbild zeigt, nicht nur die Leber
Dein Zielbereich

Albumin Normalwert

SenktAusreichende Proteinzufuhr1,2–1,6 g/kg Körpergewicht für optimale Synthese
SenktKrafttrainingStimuliert Proteinsynthese und Albumin-Produktion
Zielbereich
4,0–5,0
g/dL
2.55.5

Albumin reflektiert langfristige Trends mit 21 Tagen Halbwertszeit. Ein einzelner niedriger Wert ist weniger aussagekräftig als ein Abwärtstrend über mehrere Messungen.

ErhöhtChronische EntzündungIL-6 hemmt hepatische Albumin-Synthese direkt
ErhöhtAlkohol & LeberschädenGeschädigte Leber produziert weniger Albumin

Goldwasser & Feldman (J Gen Intern Med, 1997) · Vincent et al. (Lancet, 2014) · ESPEN Guidelines 2019

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Alles was du wissen musst.

Was ist Albumin und welche Funktion hat es?

Albumin ist das häufigste Protein im Blut und wird ausschließlich in der Leber produziert. Es erfüllt zwei zentrale Aufgaben: Es hält den osmotischen Druck aufrecht – also die Flüssigkeitsbalance zwischen Blutgefäßen und Gewebe. Und es transportiert zahlreiche Substanzen durchs Blut, darunter Hormone, Fettsäuren, Medikamente und Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium.

Welcher Albumin-Wert ist normal?

Der Normalbereich liegt zwischen 3,5 und 5,5 g/dL. Werte unter 3,5 g/dL gelten als erniedrigt und sollten abgeklärt werden. Im Kontext der Präventionsmedizin streben viele Experten optimale Werte im oberen Normalbereich an – Studien zeigen, dass Albumin-Werte über 4,5 g/dL mit der niedrigsten Gesamtsterblichkeit assoziiert sind.

Warum gilt Albumin als Marker für biologisches Altern?

Albumin sinkt mit zunehmendem Alter natürlicherweise ab. Aber es ist mehr als ein Alterssymptom: Niedrige Albumin-Werte korrelieren unabhängig von anderen Risikofaktoren mit einer höheren Gesamtsterblichkeit, mehr Krankenhausaufenthalten und schlechteren Heilungsverläufen nach Operationen. In der Longevity-Forschung gilt Albumin deshalb als einer der robustesten Prädiktoren für biologisches Alter und allgemeine Gesundheitsreserve.

Was sind die häufigsten Ursachen für niedrige Albumin-Werte?

Die drei Hauptursachen: Eingeschränkte Leberfunktion – die Leber produziert weniger Albumin bei chronischen Erkrankungen wie Fettleber oder Zirrhose. Chronische Entzündungen – bei dauerhafter Immunaktivierung verlagert die Leber ihre Produktion von Albumin hin zu Entzündungsproteinen wie CRP. Mangelernährung oder unzureichende Proteinzufuhr – besonders bei einseitiger Ernährung, Essstörungen oder im höheren Alter.

Wie hängt Albumin mit Entzündungen zusammen?

Albumin ist ein sogenanntes negatives Akute-Phase-Protein – es sinkt, wenn Entzündungsmarker wie CRP steigen. Bei chronischen Entzündungen stellt die Leber ihre Produktionskapazität um: weniger Albumin, mehr Entzündungsproteine. Ein niedriger Albumin-Wert bei gleichzeitig erhöhtem hsCRP ist deshalb ein starkes Signal für eine chronische Entzündungsbelastung. Die Kombination beider Marker ist aussagekräftiger als jeder einzelne Wert.

Kann ich meinen Albumin-Wert durch Ernährung verbessern?

Ja, ausreichende Proteinzufuhr ist die Grundlage – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 0,8 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht, für ältere Menschen und Sportler eher 1,2–1,6 g. Hochwertige Proteinquellen wie Eier, Fisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte unterstützen die Albumin-Synthese. Gleichzeitig sollten chronische Entzündungen reduziert werden, da sie die Albumin-Produktion unabhängig von der Ernährung hemmen.

Noch Fragen? hello@damoi.de

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