Progesteron
Progesteron ist das Hormon der zweiten Zyklushälfte: vor dem Eisprung kaum messbar, danach um ein Vielfaches höher. Derselbe Wert bedeutet an Tag 7 etwas anderes als an Tag 21.
ISO-15189-Labor · DSGVO-konform · Tasso-Test bequem zuhause

Mehr als eine Zahl.
Ein einzelner Laborwert ist nur der Anfang. Hier liest du, was dieser Marker misst und worauf es dabei ankommt.

Was ist Progesteron?
Das Hormon, das erst nach dem Eisprung erscheint
Progesteron entsteht im Gelbkörper, der nach dem Eisprung aus dem gesprungenen Follikel wird. In der ersten Zyklushälfte liegt es deshalb nahe null, in der zweiten steigt es um das Zehn- bis Zwanzigfache an und bereitet die Gebärmutterschleimhaut vor. Bleibt der Eisprung aus, bleibt auch der Anstieg aus.
Bei Männern und nach der Menopause bildet der Körper nur geringe Mengen in Nebenniere und Hoden. Der Wert bleibt dort dauerhaft niedrig und stabil, ein Verlauf sagt wenig. Bei zyklischen Frauen dagegen erzählt der Wert vom Zyklus selbst.
Endocrine Society · ASRM Practice Committee, Fertility and Sterility 2015

Warum misst Damoi Progesteron?
Weil Östradiol, FSH und LH nur die erste Hälfte erzählen
Östradiol, FSH und LH beschreiben Follikelreifung und Eisprung. Ob der Eisprung tatsächlich stattgefunden hat und ob die zweite Zyklushälfte hormonell trägt, zeigt erst Progesteron. Am aussagekräftigsten ist die Mitte der Lutealphase, etwa sieben Tage vor der erwarteten Blutung. Welcher Wert dort als unauffällig gilt, nennt der Referenzbereich in deinem Laborbericht.
Im Panel Hormone und Vitalität misst Damoi Progesteron quartalsweise. Den Entnahmetag wählst du: Für die Frage nach dem Eisprung ist die Mitte der zweiten Zyklushälfte der richtige Moment. Trägst du die Zyklusphase in der App ein, ordnet Damoi den Wert passend ein. Ohne Phase zeigt die App den Messwert bewusst ohne Einordnung.
ASRM Practice Committee 2015 · NICE Fertility Guideline CG156 · Endocrine Society
Wo liegt der Referenzbereich?
Der Referenzbereich nach Fachgesellschaften und die Faktoren, die den Wert beeinflussen. Die Einordnung deiner Werte gehört zu deinem Arzt.
Progesteron hat keinen einzelnen Referenzbereich. Vor dem Eisprung ist der Wert sehr niedrig, in der zweiten Zyklushälfte um ein Vielfaches höher, bei Männern und nach der Menopause dauerhaft niedrig. In der Schwangerschaft liegen die Werte deutlich höher. Den Bereich zur jeweiligen Zyklusphase nennt dein Laborbericht. Ein Wert ohne Zyklustag lässt sich nicht einordnen, die Einordnung gehört ärztlich.
| Bereich | Wert |
|---|---|
| ReferenzbereichDer Bereich, den Fachgesellschaften für Erwachsene nennen. | laut Laborbericht |
Zyklustag
Der größte Faktor: vor dem Eisprung nahe null, danach ein Vielfaches
Ausbleibender Eisprung
Ohne Gelbkörper bleibt der Anstieg in der zweiten Hälfte aus
Stress und Schlaf
Können den Zyklus verschieben und damit den Messzeitpunkt
Hormonelle Verhütung
Unterdrückt den Eisprung, Progesteron bleibt dann dauerhaft niedrig
Orientierungswerte aus Studien und Fachgesellschaften. Kein ärztlicher Rat, die Einordnung deiner Werte gehört zu deinem Arzt.
ASRM Practice Committee 2015 · NICE CG156 · Endocrine Society · ACOG
Selten allein aussagekräftig.
Viele Marker entfalten ihre Aussage erst mit einem zweiten zusammen. Deshalb misst Damoi sie im Verbund, nicht isoliert.
Progesteron
Zweite ZyklushälfteEntsteht im Gelbkörper nach dem Eisprung und trägt die zweite Zyklushälfte.
Östradiol E2
Erste ZyklushälfteSteigt mit der Follikelreifung und erreicht zum Eisprung ihren Höhepunkt.
Zusammen gelesen
Östradiol zeigt, dass ein Follikel heranreift. Progesteron zeigt, dass er gesprungen ist. Erst beide zusammen, mit FSH und LH als Steuerimpulsen, ergeben ein vollständiges Zyklusbild. Ein Östradiol-Wert ohne Progesteron erzählt nur die halbe Geschichte.
Endocrine Society · ASRM Practice Committee 2015
Progesteron ist ein Sexualhormon, das im weiblichen Zyklus nach dem Eisprung im Gelbkörper gebildet wird und die zweite Zyklushälfte prägt. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut vor und hält sie in der Frühschwangerschaft aufrecht. Bei Männern und nach der Menopause liegt es dauerhaft in sehr niedriger Konzentration vor.