HORMONE · PREMIUM

Progesteron

Progesteron reguliert den weiblichen Zyklus, Schlafqualität und Stressresilienz. Bei Männern produziert als Testosteron-Vorstufe und Neurosteroid. Suboptimale Spiegel, besonders in der Lutealphase und Perimenopause, sind häufig und bleiben meist ungetestet.

Premium Panel
Progesteron
5-20ng/mL Lutealphase Zielbereich Frauen
SchlafProgesteron aktiviert GABA-Rezeptoren, direkte Schlafwirkung
PerimenopauseProgesteron sinkt früher als Östradiol
Was ist Progesteron?

Das Gleichgewichtshormon, Gegenspieler von Östrogen

Progesteron ist ein Steroidhormon, das bei Frauen primär im Corpus luteum nach dem Eisprung produziert wird, mit einem deutlichen Peak in der Lutealphase. Es bereitet die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vor, reguliert den Zyklus und wirkt als natürlicher Gegenspieler von Östrogen. Progesteron und seine Metaboliten wirken zudem als Neurosteroide, sie aktivieren GABA-Rezeptoren im Gehirn und haben direkte schlaf- und stimmungsfördernde Wirkung.

Bei Männern wird Progesteron in geringen Mengen in Nebennieren und Hoden produziert und dient als Vorstufe für Testosteron und Cortisol. Niedriges Progesteron bei Männern kann auf Nebennierenbelastung oder Hormonpfad-Ineffizienz hinweisen. Die Messung ist auch bei Männern informativ, wird aber fast nie durchgeführt.

Das Gleichgewichtshormon, Gegenspieler von Östrogen
Warum misst Damoi Progesteron?

Lutealphase-Insuffizienz und Perimenopause, zwei häufige blinde Flecken

Lutealphase-Insuffizienz, zu niedriges Progesteron nach dem Eisprung, ist eine häufige Ursache für Zyklusunregelmäßigkeiten, prämenstruelles Syndrom, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen. Sie bleibt oft undiagnostiziert, weil Progesteron selten gemessen wird und stark zyklusabhängig schwankt.

In der Perimenopause sinkt Progesteron früher und stärker als Östradiol. Relative Östrogendominanz, normales Östradiol bei niedrigem Progesteron, erklärt viele Perimenopause-Symptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Gewichtszunahme, die oft fälschlich dem Östrogenabfall zugeschrieben werden.

Prior (Climacteric, 2011) · Bixo et al. (Psychoneuroendocrinology, 2017) · Schindler (Gynecol Endocrinol, 2003)

Lutealphase-Insuffizienz und Perimenopause, zwei häufige blinde Flecken
Dein Zielbereich

Was deinen Progesteronspiegel beeinflusst

SenktOvulationOhne Eisprung kein Corpus luteum, kein Progesteron-Peak. Anovulatorische Zyklen haben Follikelphase-Werte trotz regulärer Blutung
SenktChronischer StressCortisol und Progesteron teilen die Vorstufe Pregnenolon, Stress "stiehlt" Pregnenolon für Cortisol auf Kosten von Progesteron
Lutealphase (Frauen)
50-20
ng/mL
030

Progesteron stark zyklusabhängig, nur in der Lutealphase (Tag 18–22) aussagekräftig messbar. Follikelphase und Menopause: < 1 ng/mL ist normal.

ErhöhtKörpergewicht & ErnährungUntergewicht und sehr niedrige Körperfett-Werte supprimieren Ovulation und damit Progesteron-Produktion
ErhöhtAlter & PerimenopauseProgesteron sinkt in der Perimenopause früher und stärker als Östradiol, relativer Progesteronmangel ist das frühe Perimenopause-Muster

Prior (Climacteric, 2011) · Bixo et al. (Psychoneuroendocrinology, 2017) · Schindler (Gynecol Endocrinol, 2003)

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Alles was du wissen musst.

Was ist Progesteron und welche Funktion hat es?

Progesteron ist ein Steroidhormon, das bei Frauen hauptsächlich im Gelbkörper des Eierstocks nach dem Eisprung produziert wird – bei Männern in geringen Mengen in den Hoden und der Nebennierenrinde. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vor und stabilisiert die Frühschwangerschaft. Darüber hinaus wirkt Progesteron beruhigend auf das Nervensystem, fördert den Schlaf, beeinflusst den Knochenstoffwechsel und dient als Vorstufe für andere Hormone wie Cortisol und Testosteron.

Welcher Progesteronwert ist normal?

Der Wert schwankt bei Frauen stark je nach Zyklusphase: In der ersten Zyklushälfte (Follikelphase) liegt er unter 1,0 ng/mL. Nach dem Eisprung (Lutealphase) steigt er auf 5–25 ng/mL – dieser Anstieg bestätigt, dass ein Eisprung stattgefunden hat. In der Menopause sinkt Progesteron dauerhaft unter 0,5 ng/mL. Bei Männern liegen die Werte zwischen 0,1 und 0,3 ng/mL. Eine Messung ist nur im richtigen Zyklusabschnitt aussagekräftig – idealerweise 5–7 Tage nach dem vermuteten Eisprung.

Was sind Symptome eines Progesteronmangels bei Frauen?

Ein Progesteronmangel äußert sich häufig durch PMS-Beschwerden (Reizbarkeit, Brustspannen, Wassereinlagerungen vor der Periode), verkürzte Zyklen, Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte, Schlafstörungen und Ängstlichkeit. Auch unerfüllter Kinderwunsch kann auf einen Mangel hindeuten – ohne ausreichend Progesteron kann sich die befruchtete Eizelle nicht stabil in der Gebärmutterschleimhaut einnisten. Bei länger bestehendem Mangel verschiebt sich das Verhältnis zugunsten von Östrogen (Östrogendominanz).

Was ist Östrogendominanz und wie hängt sie mit Progesteron zusammen?

Östrogendominanz bedeutet nicht zwingend, dass Östrogen absolut zu hoch ist – häufiger ist Progesteron relativ zu niedrig, sodass Östrogen ungebremst wirkt. Ursachen: chronischer Stress (Cortisol wird auf Kosten von Progesteron produziert), anovulatorische Zyklen (kein Eisprung = kein Gelbkörper = kein Progesteron), Übergewicht und Umweltöstrogene aus Plastik und Kosmetik. Typische Symptome sind Brustspannen, Stimmungsschwankungen, starke Regelblutungen und Gewichtszunahme.

Warum ist Progesteron auch für Männer relevant?

Bei Männern ist Progesteron eine wichtige Vorstufe für die Testosteronsynthese und wirkt als natürlicher Gegenspieler von Östrogen. Es hemmt die Aromatase – das Enzym, das Testosteron in Östradiol umwandelt. Niedrige Progesteronwerte bei Männern können mit verminderter Libido, Schlafproblemen und einem ungünstigen Testosteron-Östradiol-Verhältnis zusammenhängen. Auch die Prostata-Gesundheit wird durch Progesteron beeinflusst.

Kann ich meinen Progesteronspiegel natürlich unterstützen?

Ja, mehrere Lebensstilfaktoren beeinflussen die Progesteronproduktion. Stressreduktion ist der wichtigste Hebel – bei chronischem Stress nutzt der Körper die Progesteron-Vorstufe Pregnenolon bevorzugt für die Cortisolproduktion statt für Progesteron (sogenannter Pregnenolon-Steal). Ausreichend Schlaf, moderater Sport (kein Übertraining), eine nährstoffreiche Ernährung mit genug Zink, Vitamin B6, Vitamin C und Magnesium unterstützen die Hormonbalance. Bei diagnostiziertem Mangel kann bioidentisches Progesteron ärztlich verordnet werden.

Noch Fragen? hello@damoi.de

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